Nicht alle Menschen haben ihr täglich Brot – und dennoch gibt es Lebensmittel im Überfluss. Die Tafeln bemühen sich um einen Ausgleich – mit ehrenamtlichen
Helfern, für die Bedürftigen ihrer Stadt. Das Ziel der Tafeln ist es, dass alle qualitativ einwandfreien Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, an Berechtigte verteilt werden. Die Tafeln helfen diesen Menschen, eine schwierige Zeit zu überbrücken und geben ihnen dadurch Motivation für die Zukunft.

 

Auch in Schneverdingen gibt es seit dem 01. Oktober 1999 eine Tafel, bei der be- dürftige Personen Nahrungsmittel erhalten. Dehning Ihr Heideschlachter stellt seit Anfang an der Tafel Lebensmittel zur Verfügung, die kurz vor dem Verfallsdatum stehen.

 

 

Zur Geschichte der Tafel

 

Die Tafelidee stammt ursprünglich aus den USA. Durch das mangelhafte soziale Netzwerk dort leben viele Menschen am Rande des Existenzminimums. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, gründete sich 1983 die Organisation
„City-Harvest“ (städtische Ernte). Die grundlegende Idee der Organisation war, den Überschuss der Lebensmittelproduktion, der ansonsten vernichtet würde, an Bedürftige weiterzugeben.

 

Diese gute Idee setzte sich schnell durch und breitete sich schließlich nach Europa und auch Deutschland aus. Auch hier wächst die Zahl der bedürftigen Menschen, während Industrie und Handel nicht verkäufliche Lebensmittel vernichten. Nach der Gründung der ersten deutschen Tafel 1993 in Berlin fanden sich immer mehr Menschen aus allen sozialen Schichten zusammen, um die Diskrepanz zwischen Überproduktion und Unterversorgung zu verringern. Dabei geht es nicht darum, den Staat aus seiner Verantwortung zu entlassen, sondern um die aktive Hilfe in Notsituationen.

 

Bis heute wurden in Deutschland weit über 500 Tafeln gegründet, die sich seit 1996 im Bundesverband Deutsche Tafel e.V. organisieren

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